TSG aktuell

Christa Doppler seit mehr als 45 Jahren für die TSG tätig

Christa Doppler (M.) beendet ihre Tätigkeit als langjährige Übungsleiterin der TSG Alten-Buseck
Christa Doppler (M.) beendet ihre Tätigkeit als langjährige Übungsleiterin der TSG Alten-Buseck

Schon mehr als die Hälfte ihres Lebens ist Christa Doppler, die im letzten Dezember ihren 80. Geburtstag feierte, bei der TSG Alten-Buseck 1901 als Sportlerin und Übungsleiterin aktiv. Für ihr vielfältiges ehrenamtliches Engagement wurde sie mehrfach geehrt. Im Jahr 2001 wurde ihr die "Goldene Ehrennadel" der Gemeinde Buseck für außergewöhnliche Verdienste um den Sport überreicht. Außerdem wurde sie mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen zur Würdigung langjähriger ehrenamtlicher Leistungen für Verdienste um die Gemeinschaft sowie mit der Ehrenmedaille in Gold der Hessischen Vereinigung für Tanz- und Trachtenpflege ausgezeichnet. Jetzt sagt sie als Übungsleiterin tschüs. Der Vorstand der TSG Alten-Buseck dankt Christa Doppler herzlich für ihr ganz besonderes persönliches Engagement für den Verein. Gegenwärtig arbeiten wir daran, zeitnah ihre Nachfolge zu regeln. 

 

Alles begann im Alter von 5 Jahren, als die kleine Christa Kaiser auf eigenen Wunsch in die Turnstunde in Wieseck ging. Nach ihrer Heirat mit dem Österreicher Josef „Sepp“ Doppler baute sie drei Jahre später gemeinsam mit den Eltern ein Haus in Alten-Buseck, das mit der Geburt ihrer beiden Söhne zu einem richtigen Mehrgenerationenhaus wurde. 1973 trat sie der TSG Alten-Buseck 1901 bei. Hier besuchte sie die Frauengymnastikstunde, die damals in dem alten Schulsaal über der Bürgermeisterei stattfand. 1975 bewarb sie sich als Helferin im Kinderturnen. Zu dieser Zeit wurde in Alten-Buseck die Harbig-Halle fertiggestellt, wodurch sich völlig neue Möglichkeiten ergaben. 

 

1976 entschied sie sich für eine Ausbildung zur Übungsleiterin beim Deutschen-Sport-Bund im Fachbereich A-Turnen mit dem Schwerpunkt "Gymnastik und Tanz". Nach bestandener Prüfung, übernahm sie dienstagabends von 19 bis 20 Uhr die Frauengymnastikgruppe als Übungsleiterin. Im folgenden Jahr gründete sie drei Kinder- und Jugendgruppen mit Gymnastik und Tanz. 

 

In der neuen Harbig-Halle konnten durch eine Vereinsgemeinschaft auch Karnevalsveranstaltungen abgehalten werden. Hier brachte Christa Doppler ihre Fähigkeiten für selbst erstellte Choreographien und Kostümideen mit ein und führte ihre Gruppen zu den ersten erfolgreichen Auftritten. Sie erfüllte sich einen Wunsch, den Stepptanz zu erlernen. Auch dies kam ihren Gruppen sowie dem Showtanz zugute, dem sie immer wieder neue Impulse gab. Gemeinsam mit ihrem Mann Sepp, der als Musiker bekannt war, setzte sie 1979 ihr Vorhaben um, eine Volkstanzgruppe zu gründen. Diese Gruppe bestand 30 Jahre aus 10 bis 11 aktiven Paaren. Christa selbst tanzte mit einer Frau, die in eine Männerrolle schlüpfte. Ihr Sepp musste ja das Akkordeon spielen. Sie organisierte viele Auftritte in Österreich, Irland und mit einer kleinen Gruppe sogar in Brasilien. Anlässlich der 1200-Jahrfeier Alten-Buseck wurde 1986 ein Partnerschaftsvertrag mit der Tanzgruppe "La Polido de Gemo" in Frankreich geschlossen. 

 

Immer wieder stellte sich Christa Doppler den Herausforderungen, bei verschiedenen Sportveranstaltungen wie dem Tag des Sports in der Wieseckaue, Gymnastik- und Tanzveranstaltungen des DTB , beim Turngau Mittelhessen, den Licher Erlebnistagen, dem Hessentag und vielen Kreisveranstaltungen mit Darbietungen ihrer Gruppen mitzuwirken und den Sportverein zu präsentieren. 

 

1987 entschied sie sich für eine 2. Lizenzausbildung beim Deutschen Sportbund für den "Seniorensport" und führte dann die Gruppe Seniorensport, die sie bis heute leitet. Für die 3. Lizenzausbildung entschied sie sich 1993 als "Übungsleiterin für Sport in der Prävention, für Rückenschule und Rückengymnastik im Verein“. In dem darauffolgenden Jahr entstanden montags- und mittwochs sechs neue Gruppen in der TSG Alten-Buseck mit jeweils ca. 15 Personen, die von ihr immer abwechslungsreich, motivierend und mit viel fachlicher Kenntnis gestaltet wurden. Es entstanden Wartelisten, um in den Gruppen aufgenommen zu werden. Diese Kurse werden von den Krankenkassen unterstützt. Um die Gütesiegel für die Bundesärztekammer zu erhalten, muss sie alle zwei Jahre eine Verlängerung nachweisen. 

 

Sie nahm an vielen Fortbildungsveranstaltungen zur Verlängerung ihrer Lizenzen teil und stellte private Interessen oft hinten an. Bei neuen Trends von Sportgeräten und Sportarten zeigte sie sich immer aufgeschlossen. Auch den besonderen Herausforderungen im vergangenen Jahr durch die Corona-Pandemie stellte sie sich und führte alle ihre Gruppen mit den entsprechenden Maßnahmen soweit es möglich war. 

 

Alle Teilnehmer an ihren Trainingsstunden fühlen sich ihr sehr verbunden, da sie es versteht, sowohl sportlich als auch geistig in den Übungen anzuleiten, zu fördern und zu fordern. Ihre Stunden waren immer mit einem musikalischen Aufwärmen, mit Koordinationsübungen, einem Stretching und dem Training immer wechselnder Körperbereiche verbunden und enden mit einer Entspannung oder einem Spiel der Erheiterung.